Praxisseminare zum Breitbandausbau

 Leerrohrtechnik für Glasfasernetze:

 Ultraschnelle Breitbandnetze benötigen eine geeignete Leerrohr-Infrastruktur, in der die Lichtwellenleiterkabel
 geführt werden. Eine Leerrohr-Infrastruktur muss mit Qualität und Präzision hergestellt werden. Die 
 Brauchbarkeitsdauer eines Leerrohrsystems soll bei mindestens 50 Jahren liegen, während die Nutzungsdauer von 
 Glasfaserkabeln mit  25 Jahren angegeben wird. Deshalb sollten ausschließlich Komponenten mit zertifizierter Qualität
 verwendet werden. Die Planung eines Leerrohrnetzes ist komplex und erfordert Fachwissen, um aus der Vielzahl von
 Komponenten die richtigen auszuwählen.

Hohe Qualität und Präzision 

 Die Investition in ein Glasfasernetz ist eine langfristige und zukunftsgerichtete Investition. Man installiert damit ein
 Transportmedium, das auf absehbare Zeit keine Grenzen hinsichtlich des exponentiellen Datenwachstums aufweist.

 Der Erfolg eines LWL-Projektes bis zum Teilnehmer ist von sehr vielen Parametern abhängig. Es gilt im Gesamtprojekt

 die einzelnen Bausteine mit Fachkompetenz und Sachverstand zusammenzufügen. Deshalb sollten ausschließlich
 Komponenten mit zertifizierter Qualität verwendet werden und die betrauten Firmen die nötige Fachkompetenz
 nachweisen.

 Wenn man glaubt, dass man aus Kostengründen minderwertige Leerrohrtechnik einsetzen kann, wird man mit 
 Misserfolg und hohen Folgekosten bestraft.

 Gute Planung

 Grundsätzlich sollte vor der Verlegung von Leerrohren eine Netzplanung auf der Grundlage eines Gesamtkonzeptes
 durchgeführt werden.

 Eine Verlegung ohne ausführliches Netzkonzept ist nur in dem Fall sinnvoll, wenn in einem Ort
 punktuell andere Infrastrukturträger Tiefbaumaßnahmen betreiben, die keine flächige Netzstruktur entstehen lassen.
 Dies gilt auch für Zubringerstrecken außerorts oder bei der Verbindung von Ortsteilen.

 Die Planung eines optischen Zugangsnetzes ist eine komplexe Aufgabe, die großes Fachwissen erfordert. Für 
 die Planung werden üblicherweise Planungstools eingesetzt. Durch eine gute Planung können Investitions- und laufende
 Kosten minimiert werden. 

 • Breitbandwissen für Gemeinden:

 Für eine Gemeinde ist Breitband ein wichtiges Thema. Neben ihren Versorgungsaufgaben betreffend

 Siedlungswasserbau, Verkehr und Abfallwirtschaft kann sie auch die Verfügbarkeit einer leistungsfähigen Breitband-
 Infrastruktur in ihrem Gemeindegebiet maßgeblich beeinflussen. Insbesondere in ländlichen Gebieten erhöht sie
 damit die
 Standortattraktivität für Bürger und Unternehmen.

 Dieses Praxisseminar gibt einen kompakten Überblick über das komplexe Thema Breitbandversorgung für ländliche  
 Gemeinden.

 Wann soll eine Gemeinde selbst aktiv werden?

 Für die Breitbandversorgung sind üblicherweise Telekommunikationsunternehmen zuständig, die in einem 
 Wettbewerbsmarkt agieren. Diese investieren aber nur dort, wo es sich rechnet. Im ländlichen Raum entsteht deshalb 
 eine immer größer werdende Versorgungslücke.

 Deshalb sollte eine Gemeinde sich mit Breitband auseinandersetzen, wenn:

  •   sich eine Unterversorgung abzeichnet oder bereits  vorherrscht
      also Reklamationen von privaten Nutzern
    oder Unternehmen vorliegen
  •   sich neue Betriebe ansiedeln wollen, die ultraschnelles Internet brauchen
  •   neue Gewerbe- und Wohngebiete erschlossen werden sollen
  •   TK-Unternehmen nur mit öffentlicher Hilfe bereit sind zu investieren
  •   Tiefbauprojekte anstehen (z.B. Siedlungswasserbau, Fernwärmeversorgung, Gasversorgung,
      Straßensanierungen)
  •  es unzureichende regionale Anbindungen, also Zubringerleitungen oder zu lange Verbindungsstrecken
     zwischen den Orten gibt 

Breitband-Konzept

Es ist wichtig, dass eine Gemeinde, die die  Breitband-Entwicklung selbst in die Hand nehmen will,

rechtzeitig ein Breitband-Konzept erstellt.

Im Rahmen der Konzepterstellung ist eine Erhebung der bestehenden Infrastrukturen der im Gemeindegebiet tätigen Telekommunikationsunternehmen notwendig, um Synergien nutzen zu können und Mehrfachinvestitionen zu vermeiden.

Ebenso ist eine Bedarfserhebung notwendig, wo die heutige und zukünftige Nachfrage erhoben wird.

Wenn alle Fakten zusammengetragen sind kann eine Entscheidung getroffen werden, in eine Planungsphase einzutreten. Dabei werden auch die Kosten geschätzt, mögliche Förderungen und Kooperationen geprüft. Eine wesentliche Rolle spielen Synergien im Tiefbau, für deren Nutzung zumindest ein Grobkonzept vorhanden sein sollte.


               

  

     

Dieses Projekt wurde aus Mitteln des

Strategischen Wirtschafts- und Forschungsprogramms
"Innovatives OÖ 2020" vom Land OÖgefördert
                                                                                                   

  Das Projekt  "Netzwerk der oö  Impulszentren"  wurde  im Rahmen des
EU-Programms
"Regionale Wettbewerbsfähigkeit 2007-2013 (Regio 13)"
aus Mitteln des  Europäischen  Fonds  für 
Regionale Entwicklung (EFRE) sowie aus Landesmitteln gefördert.  
>die EU macht vieles möglich<